Dann war da noch…

…eine spektakuläre Andenquerung von San Pedro de Atacama in Chile nach Salta im Norden von Argentinien (da Verfliegen sogar 10 Stunden Busfahrt):

…ein paar Tage im schönen Salta, mit unserem ersten argentinischen Steak.

…eine Radtour durch das Weingebiet von Mendoza.

…Radeln und Reiten in Bariloche, der quasi-Schweiz von Argentinien.

…und, wieder in Chile, die hübsche Insel Chiloé mit ihren Holzkirchen und Palafitos (Häuser auf Stelzen).

Mittlerweile sitzen wir in südlicheren Gefilden, in Punta Arenas. Morgen gehts weiter nach Puerto Natales und von dort aus in den – wie wir finden schon leicht überhypten – Nationalpark Torres del Paine. Schaun ma mal…..

San Pedro de Atacama: Vulkane, Wüste und viel Salz

Rückblickend hätten wir wohl etwas länger in San Pedro bleiben sollen, so war unser Programm in der Salzwüste im Norden von Chile eher dicht gedrängt: Gleich am ersten Nachmittag gings ins Valle de la Luna und Valle de los Muertos:

Der zweite Tag war mit einer weiteren Tour mit Cosmo Andino ins kühle Hochland (4.000 bis 5.000 Meter) gut gefüllt: Flamingo-Lagune Chaxa in der Salzwüste, Lagune und Vulkan Miñigues und die wunderschöne Salar de Tara (oder wars die Talar de Sala? Eva hat in San Pedro einen leichten Hang zur Legasthenie bei sich festgestellt, lag wohl an der Höhenluft).

Der dritte Tag war dann etwas ruhiger, am Nachmittag gings zum „floaten“ zur Salz-Lagune Cejar und zum Sonnenuntergang zur besonders kitschigen Lagune Tebinquiche: Auf dem türkisen Wasser scheinen Salzschollen zu schwimmen, dahinter die Vulkan- und Bergkette der Anden und die Sonne, die das ganze in die verschiedensten Rottöne taucht. Fotos gibts davon leider keine. Wir mussten feststellen, dass, wenn der Kameraakku mal wirklich leer ist, auch anhauchen und in den Händen wärmen nichts mehr bringt.

Looking back we should have stayed a little longer in San Pedro, so our program in the salt desert in the north of Chile was quite packed: in the first afternoon we went to Valle de la Luna and Valle de los Muertos:

On the second day we did another tour with Cosmo Andino to the cool highlands (4000 to 5000m): the Flamingo lagoon Chaxa in the Atacama desert, lagoon and vulcano Miñigues and the beautiful Salar de Tara (or was it Talar de Sala? Eva had a legasthenic tendency in San Pedro, probably caused by the thin air).

The third day was a bit more quiet, in the afternoon we went „floating“ in the salt lagoon Cejar and for the sun-set to the very corny lagoon Tebinquiche: It seemed like pieces of ice were swimming on the turqoise water, in the background the mountain chain with vulcanos sprinkled in between and the sun made it all glow in different shades of red. Unfortunately we don’t have any photos: when the camery battery is empty, no warming in the hands or breathing hot air onto it helps.

Fly me to the moon…

Etwas abseits der Touristenstraßen liegt Vicuña am Beginn des Elqui Valley. Dass uns das lokale Bier hier schmeckt, wissen wir schon seit Santiago, Pisco und Sterne waren die weiteren Gründe für den Abstecher.

Hier kamen wir auch zum ersten Mal so richtig mit dem Thema Siesta in Berührung. Von ca. 1 bis um 5 hat hier einfach alles zu. Es ist hier allerdings nicht üblich Öffnungszeiten irgendwohin zu schreiben, wenn man also von der Praxis nichts weiß, steht man erst einmal verwundert vor einem verbarrikadiertem Ort. Aber auch wenn einmal alles geöffnet ist, steppt in Vicuña (der Name bezeichnet übrigens ein Lama-Art, wie wir später herausfinden sollten) nicht gerade der Bär.

Dafür gibt es einen tollen Fahrradverleih, der uns die bisher besten Mieträder überhaupt für einen Ausflug im Tal überließ.

Der Sonnenuntergang mit den leuchtenden Bergen konkurriert hier in Sachen Farbenspiel mit Uluru. Sobald die Sonne untergegangen ist, darf man sich am klaren Sternenhimmel erfreuen, der nur zwei kleinen Wölkchen enthält, die gar keine sind: Bei den sogenannten Magellan-Wolken handelt es sich nämlich um nur auf der Südhalbkugel sichtbare Galaxien.

Alles in allem ein unüblicher, aber sehr lohnenswerter Abstecher auf dem Weg nach Norden.

Valparaíso

Auf unserem Weg gen Norden, haben wir ein paar Tage in dieser kleinen Hafenstadt verbracht, die mit ihren vielen Hügeln und den unzähligen daran geschmiegten Häusern sehr nett am Meer gelegen ist.

Bis zur Eröffnung des Panama-Kanals war Valparaiso ein wichtiger Zwischenstopp auf dem Wasserweg zwischen Europa und Asien, seitdem ging es mit der Stadt eher bergab. Besonders prominent zeigt das ein verfallenes Hotel fast direkt am Hauptplatz, das 1918 eröffnet werden sollte, 1914 wurde allerdings der Panama-Kanal fertiggestellt.

Die eingewanderten Italiener haben die Idee von Standseilbahnen aus Europa mitgebracht und so gibt es jede Menge „ascensadors“, mit denen man sich die Stiegen den Berg hinauf sparen kann. Theoretisch, wäre nicht fast der gesamte öffentliche Dienst wegen der nahen Wahl im Streik.

Auch Pablo Neruda hat hier ein tolles Haus mit perfektem Blick aus jedem Zimmer auf die Stadt und den Hafen, angeblich war dies hier sein Lieblingshaus, wir können das verstehen.

Unser nächstes Ziel: das Elqui-Valley: Zentrum der chilenischen Pisco-Produktion und der 7. Himmel für Astronomen.

Zeitzonenverwirrung und Santiago

Von Tonga nach Santiago de Chile ist es ein langer Weg. Und dieser ist noch länger, wenn der Weiterflug um 5 Stunden nach hinten verschoben wird. Und das Ganze kommt einem nochmal länger vor, wenn man schon um 2 Uhr früh losgeflogen ist. Aber alles nicht so schlimm, der Flughafen Auckland ist ja bei Sleeping in Airports auf Platz 1 🙂

Jedenfalls sind wir dann noch am gleichen Tag um 17 Uhr (31 Stunden später, Datumsgrenze sei Dank) in Santiago gelandet. Das allein ist schon komisch genug, die Zeitzonenverwirrung ist allerdings spätestens dann perfekt, wenn man versucht zu rekonstruieren wie spät es Zuhause ist, insbesondere wenn die beteiligten Länder gerade von Sommer auf Winterzeit oder umgekehrt umgestellt haben.

Santiago selbst ist eine eher unspektakuläre Stadt, in der man allerdings ganz gut essen und trinken gehen, Graffiti und eins von Pablo Neruda’s Häusern anschauen und Erdbeben miterleben kann (theoretisch, wir habens nicht gespürt). Nach 4 Tagen Jetlag auskurieren hats uns dann doch wieder ans Meer gezogen: nach Valparaíso.