Weiter gehts

(Obwohl wir schon wieder gut zuhause angekommen sind, posten wir noch langsam die restlichen Fotos 🙂

Nach unserem Inlandsflug waren wir in Punta Arenas, einer Stadt die meist als Sprungbrett Richtung Süden (Antarktis) oder Norden (Puerto Natales) genutzt wird, aber eine durchaus schöne Stadt mit Altbauten und einem sehenswerten Friedhof:

Weiter nördlich war Puerto Natales unsere Basis für weitere Ausflüge, z.B. auf einen (sehr windigen) Aussichtspunkt am Cerro Dorotea:

In zwei Tagestrips haben wir uns auch den Torres del Paine Nationalpark angesehen, von dem alle Welt sehr begeistert ist. Unser Fazit: Ganz nett. Jedermann wandert hier das W (wenn man sich die Route auf der Karte ansieht, bildet der Weg diese Form), aber wir haben auch mit ein paar Kurzwanderungen das Flair mitbekommen–mit dem Wetter ist das hier so eine Sache, 4 Jahreszeiten an einem Tag sind nicht ungewöhnlich: wir hatten zum Beispiel an einem Tag konstant 100km/h Wind.

In Puerto Natales erfuhren wir, dass die Grenze nach Argentinien–unser nächstes Ziel–schon seit einer Woche von den chilenischen Grenzbeamten bestreikt wurde. Glücklicherweise entspannte sich die Situation genau zu dem Zeitpunkt, an dem wir unseren Grenzübertritt geplant hatten, die einzige Auswirkung auf uns war, dass wir erst spät am Nachmittag die 6-stündige Fahrt antreten konnten.

Von El Calafate aus besuchten wir den spektakulären Perito Moreno. Ein Gletscher, der mit 30km Länge bis ins Tal reicht und dem man bei entsprechendem Wetterglück stundenlang beim Kalben zuschauen kann. Vor einem türmt sich da eine 50-70 Meter hohe Eiswand auf, von der ab und zu was mit lautem Gedonner ins Wasser abstürzt. Bei einem Mini-Trekking konnten wir dann sogar auf dem Eis herum marschieren. Sehr beeindruckend, welche Farben das Eis annehmen kann: je blauer, umso weniger Sauerstoff ist enthalten.

Südlichster Stop auf unserer Reise war dann Ushuaia in Argentinien, die südlichsten Stadt der Welt (die südlichste Siedlung gehört zu Chile, Port Williams). Die Grenze zwischen Argentinien und Chile ist hier im Süden das Resultat eines Kompromisses. Innerhalb von Feuerland (Tierra del Fuego) wurde eine gerade Linie gezogen, die meisten Inseln drumherum zu Chile.

Jedenfalls begrüßte uns gleich ein massiver Schneesturm (angeblich das erste Mal in vielen Jahren, dass es im Dezember in Ushuaia geschneit hat), die Gegend konnte uns aber mit einer tollen Pinguin Insel (Isla Martillo), dem Tierra del Fuego Nationalpark mit dem Postamt am Ende der Welt und dem Beagle Channel überzeugen.

Nach Ushuaia gings für die letzten 6 Tage unserer Reise nach Buenos Aires.